Die Deutsche Wochenschau Nr. 652 erschien am 3. März 1943 und dokumentiert als zeitgenössische Propaganda-Wochenschau die militärische Lage des Frühjahrs 1943 an zwei Hauptschauplätzen. Eingangs zeigt die Ausgabe die deutsche Rüstungsproduktion an der Heimatfront, darunter die Fertigung und Erprobung von Ketten- und Halbkettenfahrzeugen für die Wehrmacht, sowie Ausbildungsszenen aus Schulen und Kasernen (Panzerabwehr- und Waffenausbildung). Den ersten militärischen Schwerpunkt bildet der Kriegsschauplatz Tunesien, wo der Tunesienfeldzug der deutsch-italienischen Verbände lief. Die Wochenschau zeigt italienische Artillerie beim Beschuss feindlicher Stellungen, Panzervorstöße gegen britische und amerikanische Truppen sowie den Abtransport Verwundeter. Propagandistisch gemeldet werden eine Beute beziehungsweise Vernichtung von 235 Panzern, 169 Panzerspähwagen und 160 Geschützen und Selbstfahrlafetten sowie rund 4000 britische und amerikanische Gefangene; diese Angaben sind zeitgenössische Wehrmachtsmeldungen und nicht unabhängig bestätigt. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Ostfront im Raum zwischen Dnjepr und Donez, wo nach der Niederlage von Stalingrad und dem Verlust von Charkow im Februar 1943 die deutsche Gegenoffensive im Südabschnitt anlief; diese stand unter dem Befehl von Generalfeldmarschall Erich von Manstein (Heeresgruppe Süd), wird in der Wochenschau jedoch nicht namentlich zugeordnet. Gezeigt werden ein Rückzug deutscher Einheiten in neue Stellungen, die Zerstörung von Masten und Brücken sowie das Sammeln von Waffen-SS-Verbänden zwischen Dnjepr und Donez zum Gegenstoß; namentlich treten Männer der Leibstandarte-SS Adolf Hitler in Erscheinung. Eingebettet ist eine Sequenz über die Verlegung von rund 2500 besonders widerstandsfähigen Pferden aus dem Kaukasus in die Ukraine sowie Bilder von Kosakenreitern und Kolonnen im Schnee. Den Abschluss bildet eine Besichtigung der motorisierten Division Hermann Göring durch Reichsmarschall Hermann Göring. Die Ausgabe spiegelt die Propagandalinie des Frühjahrs 1943, die nach Stalingrad Erfolge an Neben- und Defensivfronten betonte. Das Originalmaterial wurde von remAIke.TV in 8K (4K UHD) restauriert, ist kostenlos auf frai.tv verfügbar.
Inhalt dieser Ausgabe: Heimatfront: Deutsche Rüstungsproduktion, Fertigung und Erprobung von Ketten- und Halbkettenfahrzeugen; Ausbildungsszenen (Panzerabwehr, Waffen) · Tunesien: Italienische Artillerie beschießt feindliche Stellungen · Tunesien: Panzervorstöße gegen britische und amerikanische Truppen, gemeldete Beute (235 Panzer, 169 Panzerspähwagen, 160 Geschütze und Selbstfahrlafetten) und rund 4000 Gefangene · Ostfront: Verlegung von rund 2500 Pferden aus dem Kaukasus in die Ukraine, Kosakenreiter und Kolonnen im Schnee · Ostfront: Rückzug deutscher Einheiten in neue Stellungen, Zerstörung von Masten und Brücken · Ostfront: Waffen-SS (Leibstandarte-SS Adolf Hitler) sammelt sich zwischen Dnjepr und Donez zum Gegenstoß · Reichsmarschall Hermann Göring besichtigt die motorisierte Division Hermann Göring
In English: Die Deutsche Wochenschau No. 652, released 3 March 1943, is a contemporaneous Nazi propaganda newsreel covering two main theaters of war. It opens with German armaments production on the home front, including the manufacture and testing of tracked and half-tracked vehicles, and military training scenes. The first military focus is the Tunisian campaign: Italian artillery shelling enemy positions, Panzer thrusts against British and American forces, and the evacuation of wounded. The newsreel claims booty or destruction of 235 tanks, 169 armoured cars and 160 guns and self-propelled mounts, plus roughly 4,000 British and American prisoners — wartime Wehrmacht figures, not independently confirmed. The second focus is the Eastern Front between the Dnieper and Donets, where after Stalingrad and the loss of Kharkov the German counter-offensive in the southern sector was underway, commanded by Field Marshal von Manstein (Army Group South) though not named in the newsreel: a withdrawal to new positions, destruction of bridges, and Waffen-SS units of the Leibstandarte-SS Adolf Hitler massing for a counter-thrust. A segment shows 2,500 horses moved from the Caucasus to Ukraine. It closes with Reichsmarschall Göring inspecting the motorized Hermann Göring Division. Restored in 8K (4K UHD) by remAIke.TV, free on frai.tv.
Die Deutsche Wochenschau was the unified weekly newsreel of Nazi Germany, produced by Universum Film AG (UFA) in Berlin and released in cinemas from June 1940 until 22 March 1945 (the last theatrical edition, No. 755). It was created by consolidating the four previously competing German newsreels — Ufa-Tonwoche, Deulig-Tonwoche, Tobis-Wochenschau and the Fox Tönende Wochenschau — into a single propaganda instrument. Its predecessor, the Ufa-Tonwoche, had run as UFA's weekly newsreel from 1925 (with synchronized sound from 1930) until it was merged in 1940. Throughout, production was supervised and censored by the Reich Ministry of Public Enlightenment and Propaganda under Joseph Goebbels, who used the newsreels to shape wartime public opinion; these films are now a core part of the audiovisual record of the Nazi era, preserved primarily by the German Federal Archives (Bundesarchiv).
Produktion / Production: Produced and edited by Universum Film AG (UFA) at its main building on Krausenstraße in central Berlin, Germany (synchronization and finishing done there until November 1943). NOTE for newsreels: the recording/event LOCATION is the place depicted in each issue (e.g. the Eastern Front, Stalingrad, Normandy, North Africa, occupied Poland), NOT Berlin where it was edited. Use Berlin/UFA only for the "studio/production" field; use the depicted event location for the per-video location tags..