"Der 7. Sinn: Frauen am Steuer — Teil 3" ist eine Folge der westdeutschen Verkehrssicherheitsreihe "Der 7. Sinn", die von 1966 bis 2005 im Vorabendprogramm der ARD lief und über rund 1.500 jeweils etwa fünfminütige Ausgaben zur populärsten Verkehrserziehungssendung des deutschen Fernsehens wurde. Initiiert wurde die Reihe von Günter Wind (1917–2018), der die Sendung als Präsident der Deutschen Verkehrswacht (Amtszeit ab 1964) beim Fernsehen anregte; produziert wurde sie bis 1985 vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln, danach in dessen Auftrag von der Produktionsfirma Cine Relation. Als Off-Sprecher prägte Egon Hoegen (1928–2018) die Sendung von Beginn an mit seiner markanten, sonoren Stimme; er galt als "Fahrlehrer der Nation". Die Texte stammten nicht von Hoegen selbst, sondern wurden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Verkehrswacht erstellt. Diese dritte Folge der mehrteiligen Strecke "Frauen am Steuer" (1975) setzt das Thema der vorangegangenen Teile fort und behandelt typische Fahrsituationen sowie verbreitete Vorurteile gegenüber Autofahrerinnen. Das Sendeformat folgte dem bewährten Muster der Reihe: nachgestellte Alltagsszenen im Straßenverkehr, kombiniert mit Erläuterungen zu Physik, Wahrnehmung und Fahrzeugtechnik. Aus heutiger Sicht werden die in dieser Strecke geäußerten Kommentare über Autofahrerinnen vielfach als sexistisch und klischeehaft kritisiert und gelten als zeittypisches Dokument der Geschlechterbilder der 1970er-Jahre in der Bundesrepublik. Gerade wegen dieser Ambivalenz ist die Reihe ein aufschlussreiches kultur- und mediengeschichtliches Zeugnis: Sie verband einen echten verkehrspädagogischen Auftrag mit den Rollenvorstellungen ihrer Entstehungszeit. "Der 7. Sinn" wurde mit über 45 internationalen Preisen und Auszeichnungen geehrt und prägte über vier Jahrzehnte das Verkehrsbewusstsein mehrerer Generationen. Diese Folge wurde von remAIke.TV in 8K (4K UHD) restauriert und ist kostenlos auf frai.tv verfügbar.
In English: "Der 7. Sinn: Frauen am Steuer — Teil 3" is an episode of the West German road-safety series "Der 7. Sinn" (1966–2005), which aired on ARD in roughly 1,500 five-minute editions and became German television's most popular traffic-education programme. It was initiated by Günter Wind (1917–2018) in his role as president of the Deutsche Verkehrswacht, and produced by the Westdeutscher Rundfunk (WDR) in Cologne until 1985 (thereafter by Cine Relation on the WDR's behalf). It was narrated from the start by Egon Hoegen (1928–2018), the "nation's driving instructor," using scripts created in collaboration with the Deutsche Verkehrswacht. This third installment of the 1975 multi-part "Women at the Wheel" strand continues the series' format of staged everyday traffic scenes combined with explanations of physics and driving technique, while addressing common prejudices about female drivers. Its commentary is today widely criticised as sexist, making the episode a revealing document of 1970s gender attitudes in West Germany. This episode was restored in 8K (4K UHD) by remAIke.TV and is free on frai.tv.