"Children Make Movies" ist ein 1961 in New York City entstandener Dokumentar- und Lehrfilm, der einen Filmworkshop für Kinder in den Lillian-Wald-Settlement-Häusern (Lillian Wald Recreation Rooms and Settlement) an der Lower East Side von Manhattan festhält. Die Lillian-Wald-Settlements gehen auf die Sozialreformerin und Krankenpflegerin Lillian Wald zurück, die 1893 die Henry Street Settlement gründete und sich für Bildung und Gesundheitsversorgung einwandererreicher Stadtviertel einsetzte. Der Film, der von der Filmemacherin und Medienpädagogin Deedee Halleck realisiert wurde, dokumentiert, wie Kinder mit einfachsten Mitteln selbst Filme herstellen. Im ersten Teil ritzen die Kinder mit Nähnadeln direkt in die Emulsion von Filmstreifen und kolorieren diese mit Filzstiften, wodurch ein abstrakter "Kratzfilm" (Scratch- oder Direktfilm) ohne Kamera entsteht – eine Technik, die an die Arbeiten des kanadischen Animators Norman McLaren erinnert. Im zweiten Teil drehen die Kinder, inspiriert von McLarens preisgekröntem Antikriegsfilm "Neighbours" (1952), ihre eigene gespielte Version einer Geschichte mit echter Kamera. Der Film ist ein anschauliches Beispiel für die kreative Medienpädagogik der frühen 1960er-Jahre und wurde 1962 auf einer UNESCO-Konferenz im norwegischen Oslo gezeigt. Er gehört heute zu den Prelinger Archives, der 1982 von Rick Prelinger gegründeten Sammlung sogenannter "ephemerer" Filme – also Lehr-, Industrie-, Amateur- und Auftragsfilme –, die über das Internet Archive frei zugänglich gemacht werden. "Children Make Movies" wurde von remAIke.TV in 8K (4K UHD) restauriert und ist kostenlos auf frai.tv verfügbar.
In English: "Children Make Movies" is a 1961 documentary and educational film shot in New York City that records a children's filmmaking workshop at the Lillian Wald Settlement Houses on Manhattan's Lower East Side, an institution rooted in the social-reform work of nurse Lillian Wald. Made by filmmaker and media educator Deedee Halleck, it shows children creating films with the simplest means. In the first part they scratch directly into film emulsion with sewing needles and color it with felt-tip markers, producing a camera-less abstract "scratch film" in the spirit of animator Norman McLaren. In the second part, inspired by McLaren's anti-war film "Neighbours" (1952), they shoot their own live-action version. Shown at a 1962 UNESCO conference in Oslo, it is preserved in the Prelinger Archives of ephemeral film. "Children Make Movies" was restored in 8K (4K UHD) by remAIke.TV and is free on frai.tv.